WIGO-Hexen zurück in Wil – auf Wagen-Safari zwischen Konfetti-Regen und Trommelwirbel
Am Sonntag vor dem Mittag hiess es für uns: Ab nach Wil! Seit vielen Jahren waren wir nicht mehr am Fasnachtsumzug dort – entsprechend gross war die Spannung. Das Wetter zeigte sich gnädig: leicht bewölkt, aber nach dem Schneefall vom Vortag immer noch ordentlich kalt. Also perfekt für echte Hexen.
Mit dem Zug angereist, voller Vorfreude – und dann begann unsere erste Disziplin des Tages: Wagen-Safari. Am ursprünglichen Treffpunkt? Kein Wagen. Also marschierten wir der Strasse entlang, suchten, spähten, kombinierten… bis wir ihn endlich fanden. Unser Hexenbauwagen stand eingeklemmt zwischen zwei anderen Fasnachtswagen – oben laute Musik, unten laute Musik. Sagen wir es so: Unsere Ohren hatten sofort Fasnacht.
Wir richteten unseren Barwagen ein, machten uns warm mit Getränken und Musik, während die meisten von uns draussen unterwegs waren – ganz anders als am Samstag in Appenzell, wo wir den Wagen kaum verlassen hatten. Apropos Samstag: Einige von uns hatten noch einen leicht „aufgewärmten Rausch“ vom Vorabend – wir waren schliesslich ziemlich steil gegangen.


Während wir gefühlt eine halbe Ewigkeit auf den Start warteten, kam es plötzlich von oben: ein riesiger Konfetti-Schwall, der wie ein farbiger Schneesturm auf uns niederprasselte. So wurden wir bereits vor dem ersten Meter Umzug ordentlich eingedeckt.
Die Kinder stürzten sich auf unsere Süssigkeiten wie kleine Wirbelstürme – zack, alles weg. Wir fragten uns kurz, ob wir heimlich bestohlen worden waren, aber nein – es war einfach Fasnacht.
Und dann – endlich – setzte sich der Umzug in Bewegung. Naja, zumindest kurzzeitig. Der Wagen rollte, hielt an, rollte wieder, hielt erneut an. So zog sich der Umzug länger als jede Hexengeschichte. Extrem lang und alles andere als fliessend.


Hinter uns trommelte und flötete eine Fasnachtsmusik fast wie an der Basler Fasnacht – wir fühlten uns kurz wie am Rheinknie statt in Wil. Nur: Wir sind halt eher Guggenmusik-verwöhnt. Trotzdem liessen wir uns die Stimmung nicht nehmen.

Wir verteilten Konfetti, was das Zeug hielt – so viel, dass wir im letzten Drittel plötzlich ohne dastanden. Hexen ohne Konfetti? Fast unvorstellbar. Aber wir hatten schlicht alles unter die Leute gebracht. Und Leute hatte es viele – erstaunlich viele.
Als wir endlich im Ziel ankamen, waren wir verschwitzt, müde, aber zufrieden. Der Wagen war schnell versorgt und wir reihten uns geduldig für Würstli und Brot ein – mit entsprechend langer Wartezeit. Danach war für die meisten klar: Zwei Umzüge in zwei Tagen sind nichts für schwache Nerven (oder Beine). Der Sonntag-Nachmittag war für uns dann auch frühzeitig beendet.
Fazit: Viel gewartet, viel gelacht, viel Konfetti – und ein weiteres Kapitel WIGO-Hexen-Geschichte geschrieben. Wil, es war uns ein Fest.




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