Fasnachtsumzug Schönengrund 26

erstellt durch Oliver Braun

Vizepräsident WIGO Häxe

22. Februar 2026

Hexenzauber zum Saisonabschluss in Schönengrund

Der offiziell letzte Umzug dieser Fasnachtssaison – und natürlich liessen es sich die WIGO-Hexen nicht nehmen, diesen gebührend zu feiern. Ziel: das legendäre kleine Dorf Schönengrund. Für viele von uns jedes Jahr DAS Highlight. Und auch heuer wurden wir nicht enttäuscht.

Früher Morgen, grosse Themen – und ein kleiner Bus-Schock

Los ging das Abenteuer bereits am Samstagmorgen mit der Besammlung in Gossau. Früh. Sehr früh. Fast unhexisch früh für einen Samstag.

Mit der Appenzeller Bahn fuhren wir Richtung Herisau, wo weitere WIGO-Hexen dazustiessen. Und Gesprächsstoff? Mehr als genug.

Denn der Vorabend hatte es in sich.
Uns wurde eine Musikbox gestohlen – wir wurden also tatsächlich ausgeraubt. Und das sorgte im Hexenchat für ordentlich Gesprächsstoff.

Endlose Nachrichten flogen hin und her. Diskussionen, Theorien, Verdächtigungen, Lösungsvorschläge. Das Thema begleitete uns durch den ganzen Tag. Immer wieder wurde analysiert, spekuliert, gelacht und die Geschichte Revue passiert.

Was am Abend noch hitzig diskutiert wurde, sorgte am nächsten Morgen bereits wieder für gemeinsames Kopfschütteln und Schmunzeln – typisch WIGO-Hexen eben.

Und genau in einer dieser intensiven Nachbesprechungen durften wir dann live mitansehen, wie unser Bus gemütlich vor unserer Nase davonfuhr.

Der fährt nur stündlich. Natürlich.

Also hiess es: eine Stunde Hexen-Wartezeit.

Doch wer die WIGO-Hexen kennt, weiss: Uns wird nie langweilig. Frühstück im Planetarium, draussen erste Partymusik, drinnen gemütliches Einstimmen – die Wartezeit wurde kurzerhand zur Warm-up-Session umfunktioniert.

Eine Stunde später standen wir wieder an derselben Haltestelle. Und plötzlich trafen auch noch die restlichen WIGO-Hexen ein – jene, die es am Morgen nicht ganz so früh aus den Federn geschafft hatten. Ihre Gesichter, als sie hörten, dass wir „schon eine Stunde hier stehen“… unbezahlbar.

Postauto-Party trotz Regen

Mit gleich zwei rappelvollen Postautos ging es dann endlich Richtung Schönengrund. Draussen: Dauerregen.
Drinnen: Hexenstimmung deluxe.

Das Wetter? Nebensache. Wir machen unsere eigene Sonne.

Gecko-Bar, Barwagen & Hexenschnaps

Wie jedes Jahr starteten wir standesgemäss in der Gecko-Bar. Schnaps wurde offeriert (merci), die Stimmung war da – aber lange blieben wir nicht. Der Umzug begann bereits um 13.00 Uhr.

Beim Umzugsstart angekommen, teilte sich die Gruppe auf:

  • Ein Teil blieb beim Barwagen, trotz Regen wurde dort gefeiert, Fröschli getrunken und mit lauter Musik eingestimmt.
  • Und ja – dank kleiner Musikbox auf dem Barwagen war das „Boxen-Problem“ kurzerhand gelöst. Improvisation können wir.
  • Der andere Teil folgte einem Geheimtipp weiter nach vorne – in eine Garage der Guggenmusik Bläächilömpe, Grill und Bar.

Und dann… der Hexenschnaps.

Als WIGO-Hexen ist es selbstverständlich unsere Pflicht, einen Hexenschnaps zu degustieren. Fachmännisch. In speziellen Minikrügen. Fast eine ganze Flasche später können wir bestätigen: sehr lecker. Wissenschaftlich geprüft.

Doch dieser Hexenschnaps hatte offenbar eine kleine Nebenwirkung: Zeitgefühl adieu.

Plötzlich der Schock: Wir sind Nummer 4.

Also ratzfatz alles zusammenpacken und im Eiltempo Richtung Umzugsstart. Es war richtig knapp. Und sagen wir mal so: Nicht alle WIGO-Hexen waren in diesem Moment vollumfänglich konzentrationsfähig.

Einige verfielen in schallendes Gelächter, andere hatten kurzzeitig Mühe, geradeaus zu laufen, und das Aufstellen in einer halbwegs ordentlichen Formation wurde zur eigenen kleinen Comedy-Show. Schon bevor der Umzug überhaupt gestartet hatte, standen die ersten Zuschauer lachend am Strassenrand – und wir mittendrin.

500 Meter Ausnahmezustand

Dann ging es los.

Der Umzug war zwar nur 500 Meter kurz, aber randvoll mit Publikum und grandioser Stimmung. Konfetti flogen, Süssigkeiten wurden verteilt, die Leute hatten Freude und wir sowieso. Trotz leicht erschwerter Startbedingungen meisterten wir unseren Auftritt mit Bravour.

Kaum hatte man richtig angefangen – war es auch schon wieder vorbei. So kurz, dass wir das ganze Konfetti gar nicht aufbrauchen konnten.

Aber: Qualität vor Länge. Und die Qualität war top.

Partyzelt-Eskalation

Nach dem Umzug ging es direkt ins Partyzelt mit der grossen Bar. Dort wurde stundenlang getanzt, gelacht und nochmals alles gegeben. Der DJ legte auf, die Tanzfläche war voll – und wir mittendrin. Schwarz-Rote Tanzeinlagen ohne Ende.

Und dann tauchte sie auf: eine Flasche Berliner Luft.

Was als „nur ein kleines Schlückchen“ begann, entwickelte sich rasch zu einer intensiven Degustation. Es wurde angestossen, nachgeschenkt, weitergereicht – und irgendwann kam der Moment, an dem wir den Schnaps schlicht nicht mehr anschauen konnten.

Im Verlauf des Abends verabschiedeten sich nach und nach einige Hexen Richtung Heimat. Manche tauchten unter und wurden nie mehr gesehen. Doch der wirklich harte Kern war sich einig: Jetzt schon nach Hause? Sicher nicht.

Der Entscheid fiel schnell – wir gehen noch weiter nach Gossau.

Nachspiel in Gossau und Begegnung mit Wiler Tüfel

Mit dem Bus zurück nach Gossau, zuerst noch etwas essen, und dann weiter in die Geisterbar – die letzte offene Nacht dieser Fasnacht.

Dort trafen wir erneut bekannte Gesichter, hörten Guggenmusik und liessen den Abend würdig ausklingen. Besonders intensiv war die Begegnung mit einem Wiler Tüfel, der unsere Idee kopierte (war am gleichen Umzug).

Die berüchtigte „Saublottere“ und Anderes kam uns teilweise etwas zu nahe – aber wir WIGO-Hexen wissen uns ja zu wehren. Sehr lustig und merkwürdig zugleich.

Um Mitternacht war dann endgültig Schluss. Zumindest offiziell.

Und was war am Sonntag?

Ganz fertig waren wir dann doch noch nicht.

Inoffiziell wurde am Sonntag noch eine kleine Gruppe nach Wigoltingen geschickt. Dort durften einige von uns – auf Einladung unserer Hexenkollegen, den WIGI-Hexen – in deren Umzug mitlaufen.

Eine kleine, feine Hexenschar. Ohne Wagen. Danke WIGI-Hexen für diese Ehre, es war toll.

Aber offiziell war und bleibt Schönengrund unser letzter gemeinsamer Umzug dieser Saison – mit Wagen, mit voller Besetzung und mit allem, was dazugehört.

Fazit eines perfekten Saisonabschlusses

  • Bus verpasst
  • Musikbox-Drama vom Vorabend
  • Hexenchat im Dauerbetrieb
  • Hexenschnaps mit Nebenwirkungen
  • Berliner Luft bis zur Schnaps-Grenze
  • 500 Meter Ausnahmezustand
  • Partyzelt-Eskalation
  • Harter Kern bis nach Gossau
  • Offizieller Saisonabschluss in Schönengrund

Ein rundum gelungener, legendärer Tag mit unglaublich guter Stimmung, vielen Lachmomenten – und Geschichten, die definitiv noch länger erzählt werden.

Schönengrund bleibt für uns ein absoluter Fixpunkt im Fasnachtskalender – und eines ist sicher:

Die WIGO-Hexen kommen wieder.

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1 Kommentar

  1. Frei Senior

    Hoi Oli
    Vielen herzlichen Dank für die super geschriebenen Umzugsbeiträge. Sensationell 👍😉 LG Remo

    Antworten

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