Der Maimarkt 2026 ist Geschichte – und was für eine.
Los ging das Ganze bereits am Freitag, als wir uns auf die grosse Materialjagd begaben: erst nach Andwil, dann weiter ins (mittlerweile legendäre) Mini-Lager in Flawil, wo wir mit erstaunlicher Tetris-Kunst auch noch den letzten Kochlöffel hervorgezaubert haben. Am Abend trafen wir uns schliesslich auf der Bundwiese in Gossau – bereit für den grossen Aufbau.
Und gross war vor allem eines: die Verwirrung.
Gefühlt 300 Stangen, alle «logisch» nummeriert, lagen vor uns. Theoretisch ein Kinderspiel – praktisch eher ein Hexenrätsel der höheren Stufe. Schrauben brachen, Teile passten nicht zusammen, und irgendwo war garantiert immer genau die Stange, die gerade fehlte. Aber wie es sich für echte WIGO-Hexen gehört, haben wir uns durchgekämpft – und irgendwann stand es tatsächlich: unser Hexenzelt.
Innen wurde dann nicht gekleckert: Bänke, Dekoration, Küche – alles bereit für den grossen Ansturm. Müde, aber zufrieden zogen wir nach Hause, wohl wissend: Morgen wird’s ernst.
Und wie.



Am Samstag starteten wir geschniegelt im Hexentenü in den Tag – noch etwas ruhig, fast schon verdächtig ruhig. Doch pünktlich zur Mittagszeit kamen sie: die Hungrigen. Unser Gehacktes mit Hörnli wurde praktisch im Minutentakt serviert, dazu floss Bier und Weisswein in beachtlichen Mengen.

Mit jedem Sonnenstrahl füllte sich das Gelände mehr – draussen unter Sonnenschirmen, drinnen im Zelt, überall lachende Gesichter. Und als es langsam dunkel wurde, war endgültig klar: Jetzt wird gefeiert.
DJ Andi drehte auf, es wurde getanzt, gesungen – und ja, auch mal auf den Tischen angestossen. Der Appenzeller fand reissenden Absatz, und spätestens beim legendären «roten Gummiboot» war klar: Die Stimmung ist auf absolutem Höhepunkt. Eine Polonaise der etwas anderen Art, die man gesehen haben muss.


Der Sonntag knüpfte nahtlos an – vielleicht etwas gemütlicher, aber nicht weniger gesellig. Und während wir am Nachmittag bereits mit dem Abbau begannen, sassen einige Gäste noch seelenruhig da und tranken weiter. Unsere Lösung: Wir bauen einfach um sie herum ab. Hat erstaunlich gut funktioniert.
Der Rückbau lief dann fast schon unheimlich effizient – mit externer Unterstützung und einem mittlerweile eingespielten Team. Alles wurde verladen, verstaut – und kaum waren wir auf dem Weg Richtung Lager in Flawil, zeigte der Himmel, was er noch draufhat: Sturm und Regen.
Perfektes Timing – besser hätte es keine Hexe planen können.


Fazit: Zwei Tage voller Stimmung, unzählige Besucher, starke Teamarbeit und ein rundum gelungener Anlass. Wir sind stolz, dankbar – und jetzt schon bereit für den nächsten Maimarkt.




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