Fasnachtsumzug Bütschwil 26

erstellt durch Oliver Braun

Vizepräsident WIGO Häxe

8. Februar 2026

Ein Zug, ein Dorf, ein Hexenwagen – und ganz viel Geduld

Der Nacht-Fasnachtsumzug von Bütschwil begann für die WIGO-Hexen nicht mit Konfetti, sondern mit… Zugfahrplänen.
Eine kleinere, aber dafür umso motiviertere Truppe von rund 15 Hexen machte sich am Samstag auf den Weg. Normalerweise sind wir mehr – aber echte Hexen lassen sich von Zahlen bekanntlich nicht beeindrucken.

Schon früh war klar: Dieser Umzug ist anders als die meisten. Fasnachtsumzüge finden normalerweise am Nachmittag statt, doch in Bütschwil ging es erst gegen Abend los – mit Dunkelheit, Lichtern und ganz besonderer Stimmung.

Aus Herisau, Gossau und Wil reisten wir an, stiegen um, stiegen nochmals um und landeten schliesslich bei der grossen philosophischen Frage des Tages:
👉 Müssen wir in Lütisburg aussteigen? Und was bitte ist eigentlich «Lütisburg Station»? Gibt es da mehrere?

Nach kurzer Beratung mit dem Zugführer (die einzige verlässliche Quelle in solchen Momenten) war klar: Es gibt genau einen Bahnhof. Lütisburg ist schliesslich keine Weltmetropole – eher ein sympathisches Dorf mit überschaubarer Infrastruktur.

Also raus aus dem Zug, warten auf die restlichen Hexen aus Herisau – und dann ging sie los, die Wanderung des Grauens.
Von Lütisburg aus marschierten wir los, immer der Strasse entlang, Schritt für Schritt, gefühlt ohne Ende. Je länger der Marsch dauerte, desto klarer wurde uns: Das ist aber eine ganz schön lange Strecke. Irgendwann stellte sich ernsthaft die Frage, ob es für das nächste Mal nicht schlauer wäre, direkt von Bütschwil zu diesem Bauernhof zu laufen – das wäre vermutlich deutlich kürzer und hexenfreundlicher.

Als wir schliesslich ankamen, waren wir froh, es geschafft zu haben.

Der Hexenwagen stand bei einem Bauernhaus – danke Yann, dass wir ihn dort abstellen durften 🙌

Und dann: Zeit-Überbrückung mit Party
Heisses Fröschli (grüner Wodka + heisses Wasser = Hexenzauber pur), Bier, gute Stimmung und das Gefühl: Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Mit der Zeit füllte sich die Strasse, immer mehr Fasnachtswagen trafen ein, und langsam begaben wir uns in die Aufstellung.
Nummer 43 von rund 50 Gruppen.
Der Umzug startete um sechs Uhr abends – wir starteten gefühlt eine halbe Ewigkeit später. Währenddessen wurde es immer dunkler, kälter, aber dafür musikalischer. Genau das machte den Nachtumzug so speziell: Lichter, Musik, Wagenbeleuchtung und eine ganz eigene Atmosphäre. Party hatten wir trotzdem, Geduld übrigens auch… irgendwann zumindest.

Kurz vor dem Start dann noch ein klassischer Hexenmoment:
👉 Wer darf jetzt eigentlich auf den Wagen?
Verwirrung, Diskussionen, plötzlich waren zwei Hexen einfach weg. Verschwunden. Aufgelöst im Fasnachtsnebel.
Am Ende fanden wir eine Lösung, wie immer, und dann ging’s endlich los.

Der Umzug selbst? Richtig lässig.
Konfetti flog, das Publikum wurde bespasst, wir hatten Spass, lachten, tanzten und zogen im Dunkeln durch Bütschwil. Ja, der Umzug zog sich – fast so lang wie der Hinmarsch – und es gab auch ein paar brenzlige Situationen, vor allem mit jugendlichem Überschwang am Strassenrand. Aber insgesamt: Top Stimmung, cooler Anlass.

Nach dem Umzug ging es hoch zum Schulhaus zur Verpflegung. Und grosse Überraschung:
👉 Keine Wienerli!
Stattdessen: richtige Bratwürste. Premiere geglückt, Hunger besiegt.

Lange blieben wir nicht. Der Fasnachtsball in Bütschwil hatte zwar Eintrittsbändel für uns – aber auch eine Schlange, die uns freundlich, aber bestimmt davon überzeugte, weiterzuziehen.
Also ab in den Zug Richtung Gossau, in die Geisterbar. Auch ein paar Schnäpse zwischendurch durften nicht fehlen.

Dort wurde weitergefeiert, wenn auch nur noch mit einer Handvoll Hexen. Mit jeder Stunde wurden es weniger – der Gedanke an den Umzug in Lenggenwil am nächsten Tag sass uns allen im Nacken.
Highlight des Abends: die Uzepatscher 🔥
Mit Guggermusik, LED-Lichtern und ordentlich Druck heizten sie die prall gefüllte Geisterbar so richtig ein. Danach DJ, Party, Tanzen – und nach und nach verschwanden die Hexen wieder, eine nach der anderen.

Fazit:
Ein Nachtumzug statt Nachmittagsprogramm, ein langer Marsch, eine wichtige Erkenntnis fürs nächste Jahr, viel Geduld, viel Lachen, viel Fröschli – und ein rundum gelungener Fasnachtstag, der definitiv in Erinnerung bleibt.

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1 Kommentar

  1. Martina Sauer

    Hallo ihr lieben Wigo Hexen, toll geschrieben und danke durfte ich am Abend teil eurer „Hexerei“, in der Geisterbar , sein.
    Danke.

    Antworten

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